Die Vision für das Lighthouse Basel entstand in den 1980er-Jahren

Die damals neu aufgetretene Immunschwächekrankheit Aids löste Angst und Verunsicherung aus. Als Erreger wurde das Human Immunodeficiency Virus (HIV) identifiziert, aber über den Verlauf der Krankheit wusste man noch wenig.


Rasch zeigte sich, dass positiv auf Aids getestete Personen persönliche Beratung und Betreuung brauchten. Welche medizinische Versorgung war nötig? Wie war das persönliche Umfeld zu gestalten?


1988 hatten einige initiative Personen in Basel die Vision, ein Heim für pflegebedürftige Aidskranke zu schaffen, das heisst, ein ideales Umfeld, in dem Patientinnen und Patienten auf ihrem Krankheitsweg grösstmögliche Selbstbestimmung, menschliche Zuwendung und neue Lebensqualität bis zum Lebensende erfahren konnten: das Basel Lighthouse.


Das Basel Lighthouse orientierte sich bei seiner Gründung stark am Vorbild vergleichbarer Institutionen in New York und London.

Beim Leben helfen

Im Januar 1989 zog der erste Patient ins Basel Lighthouse ein. Weitere kamen dazu, aus allen Regionen der Schweiz. Bald wurden auch in Zürich, Lausanne und Genf ähnliche Wohnheime aufgebaut.


In den vergangenen Jahrzehnten konnte die Behandlung der Aidskrankheit grosse Fortschritte erzielen. Heute lässt sich der Gesundheitszustand von HIV-Infizierten bei konsequenter Behandlung oft stabilisieren, so dass Betroffene meist bis zum Lebensende zu Hause bleiben können.

 

Das Basel Lighthouse hat mit dieser Entwicklung Schritt gehalten und seinen Fokus weit über die Begleitung von Aidskranken hinaus erweitert. „Beim Leben helfen“, lautet das Motto des Basel Lighthouse, unter dem es Menschen mit schwerer körperlicher Beeinträchtigung und/oder HIV-Infektion Tag und Nacht intensive und personenorientierte Betreuung, Begleitung und Pflege anbietet.